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9.4.2003: DIE FRAU DES ARCHITEKTEN


Um 20.15 Uhr zeigt die ARD die Verfilmung von Stefan Heyms brisanter Momentaufnahme einer Zeit: DDR 1956. "Erzählt wird von den stalinistischen Säuberungen in den 30er Jahren in Moskau, von Menschen, die durch Opportunismus und Verrat diese Zeit überlebten..."

Robert  Atzorn,  Jeanette  Hain
© MDR/Susan R. Skelton
"...und später den Sozialismus im Nachkriegseuropa prägten", sagt Regisseur und Autor Diethard Klante.
"Heym gibt keine wissenschaftliche Analyse dieser Zeit, er erzählt das Schicksal von Menschen. Und diese Menschen waren es, die mich interessiert haben. Ich bin 6 Kilometer vom Eisernen Vorhang entfernt auf der anderen Seite aufgewachsen.
Kann ein Wessi eine solche Geschichte überhaupt verstehen, gar erzählen? Zunächst mal - denke ich, dass Feigheit und Opportunismus kein DDR-spezifisches Thema sind. Das ist (nicht nur) gesamtdeutsch und hat sich nach der Wende auch nicht erledigt.

Da wird die Feigheit und der Opportunismus eines Stararchitekten der DDR enthüllt. Ein Leben, das auf einer Lüge aufgebaut ist. Ich erzähle über diesen Menschen, ohne ihn zu verurteilen, ohne ihn zu verdammen. Und Robert Atzorn stellt ihn hinreißend dar.

Ich versuche den Architekten Arnold Sundstrom zu verstehen, ohne das, was er getan hat, zu verharmlosen. Ich glaube, wir haben auch wenig Recht dazu, uns über einen solchen Menschen moralisch zu erheben.
Nicht nur das Leben des Architekten, auch seine Liebe ist auf dieser Lüge aufgebaut. Seine Ehe. Die Frau des Architekten. Sie steht im Zentrum unseres Films. Wie wird eine Frau damit fertig, wenn sie erkennt, dass ihr Mann, den sie über alles liebt, ihr ein Leben lang etwas vorgelogen hat. Ihr Sturz in den Abgrund, ihre grenzenlose Enttäuschung, die ihr jeden Halt nimmt aber dann doch der Beginn eines Anfangs und Aufbruchs ist, dem galt mein Interesse, das wollte ich erzählen. Und das denke ich, geht über das Bild einer Zeit hinaus. Diese Geschichte gilt heute und wird immer gelten.


Und ich hoffe darüber hinaus, dass unser Film das Herz des Romans erkennbar macht: Stefan Heyms unbeirrbaren Glauben an die Utopie des Sozialismus und seine Verzweiflung über das, was damals real davon existierte."


Inhalt, Cast und Credit sowie weitere Informationen auf dieser Website.


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