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+++ 15. "XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen" in Berlin verliehen +++ DAS sínd die Preisträger 2016


Stefan Tommek aus Frankfurt am Main (Hessen), Raphael Soler-Lopez aus Herten & Frank Wolfgang Schmidt aus Oberhausen (NRW) und Carsten & Nina Röder aus Poppenhausen (LK Fulda/ Hessen) wurden am 1.11.16 von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit dem XY-Preis ausgezeichnet. Obendrauf gab`s pro Preis 10.000 Euro.

"Aktenzeichen XY...ungelöst"-Moderator Rudi Cerne führte in Anwesenheit des stv. ZDF-Programmdirektors Reinhold Elschot und der Jury-Mitglieder durch die XY-Preisverleihung. Die diesjährigen XY-Preis-Paten waren die bekannten ZDF-Krimigesichter Bettina Zimmermann ("Ein Fall für zwei"), Stefan Jürgens ("SOKO Wien") und Nilam Farooq ("SOKO Leipzig"). In packenden Filmbeiträgen zeigten Rudi Cerne und das XY-Team noch einmal den großen Mut und die außerordentlichen Leistungen der XY-Preisträger 2016.

An mittlweile 63 Alltagshelden konnte die Auszeichnung, die 2002 vom ZDF und der "Aktenzeichen XY...ungelöst"-Produktionsfirma "Securitel" ins Leben gerufen wurde und an drei Personen oder Gruppen gerichtet ist, verliehen werden. Zudem konnten in den vergangenen 13 Jahren zwei Sonderpreise und ein Ehrenpreis posthum vergeben werden. 2016 wird das Preisgeld - 10.000 Euro für jeden der drei XY-Preisträger - zum sechsten Mal in Folge von Kaspersky Lab GmbH gestiftet. Vielen Dank dafür!

Ausführliche Infos nachstehend.
Das ZDF-PRESSESPEZIAL - ohne Einloggen - auf  http://www.pressetreff.zdf.de
Fotos von der Preisverleihung im ZDF-Bilderdienst  nur mit Zugang: https://presseportal.zdf.de/presse/xypreis2016

Von links nach rechts:

Stefan Tommek
"© Securitel"

Raphael Soler-Lopez & Frank Wolfgang Schmidt
"© Securitel"

Carsten Roeder
"© Securitel"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stefan Tommek (46) - Tatort Frankfurt/Main:

 

LEBEN GERETTET UND TÄTER ABGELICHTET!


Patin:  Bettina Zimmermann („Ein Fall für zwei“)

 

Stefan Tommek hat gerade 700 Kilometer auf der Autobahn und die Rückgabe seines Mietwagens hinter sich, als er sich zu Fuß durch die Frankfurter Innenstadt auf den Weg nach Hause macht. Auf der Höhe des Eingangs eines Sportgeschäfts bleibt er abrupt stehen. „Da waren plötzlich diese entsetzlichen Schreie. Ich wusste sofort, dass da was Schreckliches passiert sein muss“, erzählt Tommek. Ohne zu zögern, läuft er in das Geschäft. Dort entdeckt er halb auf der Ladentheke liegend einen der Verkäufer, der sich vor Schmerzen krümmt. Stefan Tommek: „Der hatte ein Messer im Bauch stecken. Er wollte es herausziehen, aber ich hab auf ihn eingeredet, dass er das Messer auf jeden Fall stecken lassen muss und dass ich sofort Hilfe organisieren werde.“

Zu diesem Zeitpunkt ist ihm der Mann, der etwa zwei Meter neben der Theke steht, noch nicht aufgefallen. „Ich hab ihn aus dem Augenwinkel irgendwie wahrgenommen, aber mich hat erst mal nur das Opfer interessiert.“ Tommek fordert Anwesende auf, einen Notarzt und die Polizei zu alarmieren. Als das Wort Polizei fällt, rempelt ihn der Unbekannte von hinten an und rennt aus dem Geschäft. „Mir war sofort klar, dass der irgendwas mit der Geschichte zu tun haben muss.“

 

Tommek nimmt die Verfolgung des Täters auf. In größerem Abstand versucht er, Andere aufmerksam  zu machen und sich Unterstützung zu holen. Doch ohne Erfolg: Selbst Sicherheitsmitarbeiter der Bahn lehnen ab. „Ich habe so viele angesprochen, niemand wollte helfen. Aber der durfte auf keinen Fall entkommen. Ich wollte ihn zumindest mal von vorne sehen oder ein Foto von ihm machen.“ Doch die Bilder die Tommek mit dem Handy schießt, sind alle unscharf. Der Täter flüchtet ins Bankenviertel. „Da ist ja kaum einer mehr um diese Uhrzeit. Mir war schon ein wenig mulmig zumute.“ Da kommt dem 45-Jährigen eine Idee.  Er ruft: „Halt! Stehenbleiben, Polizei!“ Zu Tommeks Überraschung dreht sich der Täter mit erhobenen Händen um und er kann endlich seine Fotos machen. Natürlich will der Täter jetzt  das Handy und es kommt zu einer Rangelei, die der Täter glücklicherweise verliert. Er türmt und Stefan Tommek macht sich auf den Rückweg zum Tatort. „Dort war schon alles voller Polizei. Ich hab´ gleich dem ersten Polizisten mein Handy mit dem Foto gegeben.“


Durch das Foto, das kurz darauf veröffentlicht wird, kann der Täter schnell gefasst werden. In dem folgenden Gerichtsverfahren wird er als bedingt schuldfähig eingestuft. Er leidet an Schizo-phrenie und hatte wohl auch Drogenprobleme. Einer der Gutachter im Gericht bestätigt aber zumindest eines: Hätte das Opfer das Messer aus seinem Körper gezogen, wäre es in we-nigen Minuten verblutet. Tommeks Einsatz hat ihm also das Leben gerettet. Die Verlobte des Opfers fällt ihm im Gerichtssaal aus Dankbarkeit um den Hals. Auf der Hochzeit der beiden im Sommer 2016 war Stefan Tommek „Ehrengast“.

 

Begründung der Jury:

Stefan Tommek hat mit Verstand und großer Courage einem Mann das Leben gerettet. Als er nach einem langen Arbeitstag zu Fuß durch die Frankfurter Innenstadt auf dem  Nachhauseweg war, hörte er plötzlich aus einem Sportgeschäft gellende Hilfeschreie. Ohne zu zögern lief er in das Geschäft.  Über der Ladentheke lag ein Mann mit einem Messer im Bauch. Mit klarem Kopf und nüchternem Sachverstand brachte er das schwerverletzte Opfer dazu, das Messer stecken zu lassen. Das rettete ihm schließlich das Leben.  Gleichzeitig forderte er die Umstehenden dazu auf, Notarzt und Polizei zu verständigen. Plötzlich löste sich einer der Anwesenden aus der Menge und lief davon. Sofort wurde Tommek klar, dieser Mann muss der Täter sein. Er nahm die Verfolgung auf und forderte immer wieder Passanten auf, ihm zu helfen. Jedoch ohne Erfolg. Mit einem Trick schaffte er es, den Flüchtenden zum Umdrehen zu bewegen, so dass er sein Gesicht fotografieren konnte. Nur mit Hilfe dieses Fotos, konnte der Täter später identifiziert und festgenommen werden.


Stefan Tommek bewies Besonnenheit und große Ausdauer in der Verantwortung für einen anderen Menschen. Die Jury hält Stefan Tommek für einen mutigen und vorbildhaften Menschen, der einen psychisch kranken Täter davon abgehalten  hat, möglicherweise weitere Taten zu begehen. Deshalb erhält Stefan Tommek den XY-Preis 2016.

 

Raphael Soler-Lopez (31) aus Herten und Frank Wolfgang Schmidt (47) aus Oberhausen arbeiteten auf einer Baustelle in Gelsenkirchen:

 

ZWEI BAUARBEITER VERHINDERN RAUB AUF ALTE DAME!

 

Pate:  Stefan Jürgens („SOKO Wien“)

 

Mittwochmorgen, gegen 11.00 Uhr: Eine 79-Jährige ist auf der Straße in Gelsenkirchen-Feldmark unterwegs, als ein Auto mit zwei Männern neben ihr hält. Die Fremden sprechen sie aus dem Auto heraus an. Eine Szene, die Raphael Soler-Lopez mitbekommt. Der Dachdecker steht auf einer zehn Meter hohen Leiter am Dach eines Hauses. „Das sah für mich im ersten Moment so aus, als würden sie nach dem Weg oder einer Straße fragen. Kurz darauf habe ich dann aber schon einen Hilfeschrei gehört.“ Soler-Lopez sieht einen der Männer, der inzwischen an der Kette der alten Dame zerrt. Der Beifahrer im Wagen hält ihr Handgelenk fest, so dass sie nicht flüchten kann.

 

Der Dachdecker überlegt fieberhaft, wie er so schnell wie möglich  von der Leiter runterkommt. „Springen war mir dann aber doch zu hoch.“ Und so ruft er jetzt ebenfalls laut um Hilfe, denn unter ihm auf der Straße arbeitet Frank Wolfgang Schmidt. Der 47-Jährige reagiert prompt: „Im ersten Moment habe ich nur gehört: Überfall! Überfall! Ich bin sofort hochgeschossen und habe dann die Frau mit dem Täter gesehen. Ich bin auf die zugerannt, habe laut geschrien: Lassen Sie die Frau in Ruhe!“ Der Täter springt daraufhin in den Wagen und die beiden Männer brausen davon. Was sie nicht wissen: Der Dachdecker hat sich das Nummernschild des Wagens gemerkt und die Polizei verständigt.
Frank Wolfgang Schmidt kümmert sich um das völlig aufgelöste Opfer. Er begleitet die alte Dame sogar zum Arzt. Dabei erzählt sie ihm, dass die Kette, die die Männer rauben wollten, das erste Geschenk von ihrem bereits verstorbenen Ehemann sei.


Wenig später werden die Täter festgenommen. Das Kennzeichen hat die Polizei auf die Spur der Täter gebracht. Gegen die beiden 23 und 34 Jahre alten Männer läuft jetzt ein Verfahren.

 

Begründung der Jury:

Raphael Soler-Lopez und Frank Wolfgang Schmidt haben in vorbildlicher Weise reagiert, als sie in ihrer alltäglichen Arbeitssituation Zeugen eines Verbrechens wurden. Der Dachdecker Raphael Soler-Lopez konnte aus 10 Meter Höhe beobachten, wie zwei Männer eine ältere Dame berauben wollten. Da er nicht so schnell in der Lage war, vom Dach zu steigen, versuchte er durch lautes Schreien seinen Kollegen, der unten auf der Straße mit Pflasterarbeiten beschäftigt war, auf den Raubüberfall aufmerksam zu machen. Frank Wolfgang Schmidt  reagierte prompt. Ohne zu zögern rannte er auf die Täter zu, die daraufhin sofort in ihr Auto stiegen und davon fuhren. Währenddessen gelang es Raphael Soler-Lopez Autokennzeichen und Täterbeschreibung aufzunehmen und einen Notruf abzusetzen. Frank Wolfgang Schmidt kümmerte sich unterdessen mit großem Einfühlungsvermögen und Empathie um das völlig aufgelöste Opfer und begleitete es sogar zum Arzt. Nur durch das schnelle, umsichtige Handeln und das ideale    Zusammenwirken der beiden, konnten  sie ein Verbrechen stoppen und dazu beitragen, dass die Täter noch am selben Tag festgenommen werden konnten.

 

Die Jury ist der Meinung: Raphael Soler-Lopez und Frank Wolfgang Schmidt haben im Sinne des XY-Preises vorbildlich gehandelt und damit den XY-Preis Gemeinsam gegen das Verbrechen 2016 mehr als verdient.

 

Carsten Röder (45) aus Poppenhausen (LK Fulda):

FLUGZEUGBAUER VERHINDERT ENTFÜHUNG EINER 5-JÄHRIGEN!

Patin:  Nilam Farooq („Soko Leipzig“)

Am Nachmittag des 12. August 2015 spielt Carsten Röder mit seiner Tochter im Garten Federball. Am Rande sieht er die kleine Nachbarstochter (5), die an der Straße spielt und auf die ein fremdes Auto zugefahren kommt. Der Fahrer scheint mit dem Mädchen zu sprechen und Carsten Röder geht zunächst davon aus, dass er das Mädchen nach dem Weg fragt.
Doch dann steigt der unbekannte Fahrer aus und nimmt das kleine Mädchen zu sich ins Auto. Daraufhin begreift Carsten Röder: hier stimmt was nicht! Er rennt los und ruft auf der Strecke von etwa 60 Metern laut: „Hey! Was machen Sie da?“. Als er beim Fahrzeug ankommt, gibt sich der Täter völlig verständnislos, schließlich habe er mit dem Mädchen ja nichts Besonderes vor gehabt.

Carsten Röder fragt das Mädchen, ob sie den Mann kennt und die Kleine schüttelt den Kopf. Während er weiter lautstark mit dem Mann argumentiert, zieht Röders 14-jährige Tochter das Mädchen aus dem Wagen. Daraufhin springt der fremde Mann in sein Auto und fährt davon. Doch Carsten Röder konnte sich noch das Kennzeichen merken und alarmiert sofort die Polizei.

Wenig später wird der unbekannte Fahrer ausfindig gemacht. Doch festgehalten wird er nicht. Erst später kommt es zu einer Festnahme wegen stark gefährdendem Verhalten im Straßenverkehr. Das Verfahren gegen die versuchte Kindesentführung wurde eingestellt. Was auch der Mann im Sinn hatte, Carsten Röder hat Schlimmeres verhindert und die Eltern des Mädchens sind für seinen mutigen Einsatz bis heute dankbar.

 

Begründung der Jury:

Carsten Röder hat durch besondere Sensibilität und Aufmerksamkeit ein kleines Mädchen vor einer möglichen Entführung bewahrt. Obwohl er mit seiner Tochter im Garten beschäftigt war, nahm er aus den Augenwinkeln ein kleines Mädchen wahr, das auf der Straße spielte. Als sich dem Kind ein Fahrzeug näherte und schließlich anhielt, wurde Carsten Röder aufmerksam und ließ die 5-Jährige nicht mehr aus den Augen. Als der Fahrer dann auch noch ausstieg und das Kind in sein Auto setzte, war ihm klar, dass er eingreifen muss. Entschlossen und laut rufend lief Röder los und stellte den Mann schließlich zur Rede. Röder gelang es währenddessen auch noch, das Kind zum Aussteigen aus dem Wagen zu bewegen. Daraufhin fuhr der Fremde davon. Carsten Röder notierte sich das Kennzeichen und informierte umgehend die Polizei. Die Jury ist überzeugt, dass nur durch Carsten Röders Handeln ein schlimmes Verbrechen verhindert werden konnte und zollt ihm dafür größten Respekt.

 

Für sein entschlossenes und umsichtiges Verhalten erhält Carsten Röder den XY-Preis Gemeinsam gegen das Verbrechen 2016.

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