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+++ 16. "XY-Preis - Gemeinsam gegen das Verbrechen" in Berlin verliehen +++ DAS sínd die Preisträger 2017


Marie-Isabel Kirmes aus Großenkneten (Landkreis Oldenburg), Saskia Jürgens aus Waltrop (bei Dortmund), Marcel Märkisch und Kevin Batzler aus Berlin wurden am 17.10.2017 von Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière mit dem XY-Preis ausgezeichnet. Obendrauf gab`s pro Preis10.000 Euro.

Der „XY-Preis“ wird in diesem Jahr im Rahmen der Jubiläumsfeier für „50 Jahre Aktenzeichen XY…ungelöst“ verliehen. Durch die Gesamt-Veranstaltung führen Rudi Cerne und Barbara Hahlweg. Die diesjährigen XY-Preis-Paten waren die bekannten Krimigesichter- Anna Loos (Helen Dorn) Steffen Schroeder (SOKO Leipzig) und Jürgen Tonkel (Die Chefin).

In packenden Filmbeiträgen zeigten Rudi Cerne und das XY-Team noch einmal den großen Mut und die außerordentlichen Leistungen der XY-Preisträger 2017.

Ausführliche Infos nachstehend.
Das ZDF-PRESSESPEZIAL - ohne Einloggen - auf http://www.pressetreff.zdf.de
Fotos von der Preisverleihung im ZDF-Bilderdienst nur mit Zugang: https://presseportal.zdf.de/presse/xypreis2017

Rudi Cerne, Thomas Bellut, Anna Loos, Marie-Isabel Kirmes, Thomas de Maiziére, Saskia Jürgens, Steffen Schröder, Marcel Märkisch, Jürgen Tonkel, Kevin Batzler
"© Honorarfrei - nur für diese Sendung bei Nennung ZDF und Jule Roehr "

 

 

 

 

 

 

 


 

Marie-Isabel Kirmes (18) aus Großenkneten (Landkreis Oldenburg):

SIE VERHINDERT DEN MISSBRAUCH EINER FÜNFJÄHRIGEN!

Patin: Anna Loos (Helen Dom)

Die 18- jährige Marie-Isabel ist wie gewöhnlich mit ihrem Hund Gassi gegangen. Von weitem fällt ihr ein Mann mit einem kleinen Kind auf. Da das Kind sehr laut schreit und weint, beobachtet sie diese Situation weiter. „Dann hab ich mir das genauer angeschaut und bin auch näher draufzugelaufen, weil mir das sehr komisch vorkam.“
Marie-Isabel nähert sich den beiden und ihr Verdacht bestätigt sich: „Da habe ich dann gesehen, dass der Mann seine Hände zwischen den Beinen des kleinen Mädchens hatte und Bewegungen gemacht hat.“ Daraufhin schreitet sie ein, um die Situation zu klären. Sie erfährt schnell, dass es sich bei dem Mann nicht um den Vater des jungen Mädchens handelt. Der Mann versucht daraufhin Marie-Isabel abzuwimmeln und beteuert, dass alles in Ordnung sei. „Er wurde allerdings schon nervös und hat nicht damit gerechnet, dass ich dazwischen gehe.“
Da das Kind aber nicht aufhört zu schreien und zu weinen stellt sie ihn vor die Wahl ihr das Kind zu geben oder die Polizei zu rufen. Daraufhin verschwindet der Mann und Marie-Isabel bringt das fünfjährige Mädchen zu ihrem nur wenige Meter entfernten Elternhaus.
„Die Mutter war natürlich wahnsinnig erschrocken und geschockt“, berichtet Marie-Isabel, „das hat bei ihr wohl auch gedauert bis das verdaut war.“
Auch der mutigen jungen Frau wird erst später bewusst, vor welcher Gefahr sie das kleine Mädchen bewahrt hat. Kurz darauf wird die Polizei verständigt und die 18-jährige beschreibt den Vorfall. Auch heute würde sie wieder so handeln: „Ich würde auch allen sagen, dass man einschreiten sollte. Dadurch kann man viel Schlimmeres verhindern“.
Wenige Stunden später kann der Mann gefasst werden. Marie-Isabel hat vor Gericht bereits ausgesagt. Der Täter wird für dreieinhalb Jahre in die Psychiatrie eingewiesen und muss anschließend in die Sicherheitsverwahrung


Begründung der Jury im Fall Marie-Isabel Kirmes:
Marie-Isabel Kirmes hat überaus mutig, entschlossen und mit großer Sensibilität ein kleines Mädchen aus den Fängen eines Triebtäters befreit. Sie war zur Mittagszeit mit ihrem Hund spazieren, als sie  auf einen Mann aufmerksam wurde, der ein 5-jähriges, laut weinendes Mädchen vom Fahrrad zog. Eine Situation, die die 17-Jährige zuerst nicht beunruhigte, weil sie den Mann für den Vater hielt. Als er das Kind dann aber schlug und anschließend in missbräuchlicher Art und Weise berührte, beschloss sie dem Kind zu helfen. Da niemand anderes in der Nähe war, den sie um Unterstützung bitten konnte, sprach sie den Täter alleine an. Dabei ging sie äußerst besonnen, aber auch zielorientiert vor. Es gelang ihr, das Kind an sich zu nehmen und somit zu befreien. Anschließend brachte sie die 5-Jährige nach Hause. Dank ihrer Täterbeschreibung konnte der zwischenzeitlich geflüchtete Mann gefasst und verurteilt werden.
Die Jury ist überzeugt, dass die 17-jährige gegenüber dem erwachsenen Täter eine große Hürde überwunden hat und damit ein Kind vor einem folgenschweren Verbrechen geschützt  werden konnte. Marie-Isabel Kirmes hat im Sinne der Kriminalprävention alles richtig gemacht und erhält dafür den XY-Preis 2017.

 

Saskia Jürgens (17) aus Waltrop (bei Dortmund):

RETTET ZWEI JUGENDLICHE VOR BRUTALER GEWALT

Pate: Steffen Schröder (SOKO Leipzig)

Als die 17-jährige Saskia Jürgens auf dem Nachhauseweg ist beobachtet sie am Bahnhof  Dortmund-Mengede wie zwei Jungen von einer Gruppe Jugendlicher mit Golfschlägern und Messern bedroht und angegriffen werden. Daraufhin greift sie sofort ein: „Ich habe dann einen von ihnen an der Kapuze gepackt und versucht das Ganze zu stoppen.“ Wiederholt versucht sie die Täter von den Opfern wegzuziehen. Schließlich lassen die Täter von den beiden Jungen ab und flüchten. Saskia versucht nun umstehende Passanten um Hilfe zu bitten.
„Dann kam ja auch ein Erwachsener dazu, der wohl gemerkt hat, dass ich das irgendwie nicht hinbekommen habe die Polizei zu rufen.“ Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bleibt Saskia bei den beiden Jugendlichen und sie beschreibt, „einer der beiden hat nur noch vor sich her gewimmert und ganz zusammenhanglos gesprochen. Der andere hat gar nicht richtig mitbekommen, dass er auch etwas abbekommen hatte.“ Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte und der Polizei beschreibt Saskia die vorgefallene Situation.
Für Saskia steht fest, falls sie nochmal in eine ähnliche Situation gerät würde sie „zuerst die Polizei rufen und dann erst überlegen, wie ich diese Situation geschlichtet bekomme.“ Für Saskia ist es außerdem unverständlich, dass einige der Passanten nicht eingegriffen haben. Wenn sie könnte, würde sie diese Personen gerne fragen: „Was ist in eurem Kopf vorgegangen, dass ihr in dieser Situation nicht geholfen habt? Und noch nicht einmal die Polizei gerufen habt?“  Anderen Menschen würde sie raten, „dass jeder die Polizei rufen kann. Selbst wenn man einen sicheren Abstand behalten will, kann man das tun und beobachten. Damit man zumindest Hinweise geben kann, zum Beispiel wohin die Täter abgehauen sind.“ Beide Opfer konnten gerettet werden. Einige Zeit später meldeten sich einige Unbeteiligte aus der Tätergruppe und die drei Haupttäter konnten festgenommen werden. Das Urteil zu dem Fall steht noch aus.


Begründung der Jury im Fall Saskia Jürgens:
Saskia Jürgens hat mit bemerkenswerter Courage und Unerschrockenheit zwei jungen Menschen das Leben gerettet. Die 17-Jährige war nachts auf dem Weg zur Bahn, als sie auf eine Gruppe von zehn offensichtlich aggressiven Jugendlichen stieß. Die u. a. mit Elektroschocker und Messern bewaffneten jungen Männer fielen kurz darauf über zwei etwa Gleichaltrige am Bahnsteig her, schlugen mit einem Golfschläger auf sie ein, traktierten sie mit einem Messer und verletzten sie lebensgefährlich. Als Saskia Jürgens dies sah, griff sie ohne zu zögern ein und schlug damit die Täter  in die Flucht. Obwohl sich zu diesem Zeitpunkt mehrere Erwachsene am Bahnsteig aufhielten, kam ihr niemand zu Hilfe. Erst durch lautstarkes Rufen gelang es ihr schließlich, einen Passanten dazu zu bewegen, Polizei und Rettungskräfte zu informieren.
Obwohl die Jury die große Gefahr, in die sich Saskia Jürgens mit ihrem Eingreifen selbst gebracht hatte, klar als nicht nachahmenswertes Handeln einstuft, anerkennt sie doch das fraglos lebensrettende Eingreifen von Saskia Jürgens höher. Deshalb würdigt die Jury Saskia Jürgens mit dem XY-Preis 2017.



Marcel Märkisch (29) und Kevin Batzler (39) aus Berlin:

AUFMERKSAME NACHBARN VERHINDERN ENTFÜHUNG EINER 15-JÄHRIGEN!

Pate: Jürgen Tonkel (Die Chefin)

Als die 15-jährige kurz nach Mitternacht auf ihrem Heimweg ist und währenddessen mit ihrer Mutter telefoniert, hält neben ihr ein fremdes Auto. Der Fahrer des Hyundais steigt aus, bedroht das Mädchen mit einer Waffe und versucht sie in seinen Wagen zu zerren. Das Mädchen schreit um Hilfe. Kevin Batzler, der gerade von seiner Arbeit kommt, hört den Schrei. „Im ersten Moment dachte ich, dass es irgendwelche Jugendlichen sind die herumalbern“. Er nähert sich der Situation und entdeckt das Mädchen, dass auf der Rückbank des Wagens liegt. Als er den Täter auffordert das Mädchen in Ruhe zu lassen, bedroht dieser auch Kevin Batzler mit einer Schusswaffe.
Daraufhin geht Kevin Batzler einige Schritte zurück, merkt sich aber das Kennzeichen um anschließend Hilfe zu rufen. Währenddessen ist der Täter agelenkt, so dass sich das Mädchen aus dem Auto befreien kann.  
Die Schreie des Mädchens hört auch Marcel Märkisch. Er beschreibt, dass ihm diese Schreie durch „Mark und Bein gingen.“ Daraufhin begibt er sich sofort zum Ort des Geschehens und sieht wie der Täter mit dem Mädchen ringt. „Ich habe ihn angeschrien, er soll sofort das Mädchen  in Ruhe lassen“, beschreibt Marcel Märkisch. Darauf flüchtet der Täter und fährt mit seinem Auto davon. Marcel Märkisch versucht noch ein Foto von dem Kennzeichen zu machen, „doch es ging alles so schnell und deshalb konnte ich mir das nur so merken.“ Die Polizei wird währenddessen schon von Kevin Batzler gerufen und ist schon unterwegs.
Die Beamten fahren kurze Zeit später zur Anschrift des Fahrzeughalters und entdecken dabei den Täter, der gerade sein Wagen einparkt. Anschließend wird dieser festgenommen. Bei der Durchsuchung des Wagens entdecken die Beamten diverse Waffen sowie Tarnuttensilien. Der 46-jährige Täter hatte seine Gartenlaube schon zu einem Gefängnis umgebaut, in welcher er das Mädchen festhalten und missbrauchen wollte. Der Täter ist inzwischen zu fünf Jahren und sechs Monate verurteilt worden.


Begründung der Jury im Fall Kevin Batzler und Marcel Märkisch:
Kevin Batzler und Marcel Märkisch haben die Entführung einer 15-Jährigen verhindert. Als sie mitten in der Nacht ihre verzweifelten Hilfeschreie hörten, sahen sie ohne zu zögern nach dem Rechten. Kevin Batzler, der auf dem Nachhauseweg war und als erster zum Tatort kam, entdeckte den Täter, wie er gewaltsam versuchte, ein Mädchen in sein Auto zu zerren. Seiner lautstarken Aufforderung, das Mädchen in Ruhe zu lassen, folgte der Täter nicht. Vielmehr bedrohte dieser ihn mit einer Pistole. Weil er sich selbst nicht in Gefahr bringen wollte, griff er nicht weiter ein, er merkte sich aber das Kennzeichen des Täterfahrzeugs und rief umgehend die Polizei. Auch Marcel Märkisch hatte die verzweifelten Schreie der 15-Jährigen gehört und kam kurz darauf aus seinem Wohnhaus gelaufen. Auch er rief dem Täter zu, er solle von dem Mädchen ablassen. Auf diese zweite Intervention hin, brach der Täter sein Vorhaben endlich ab und flüchtete.
Die Jury ist überzeugt, dass nur durch das konsequente Einschreiten der beiden Männer ein Martyrium für das 15-jährige Opfer verhindert werden konnte. Dabei sind sie unabhängig voneinander überlegt vorgegangen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Dafür erhalten Kevin Batzler und Marcel Märkisch den XY-Preis 2017.

 

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